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„Souveränität ist Handlungsfähigkeit“ – Manfred Beckers im Gespräch
Digitale Souveränität im Finanzsektor: Manfred Beckers über Cloud-Abhängigkeiten, DORA, Exit-Strategien und langfristige Handlungsfähigkeit.
Compliance

01.09.2026|

KI-Agenten sind in der Finanz- und Versicherungsbranche der nächste Automatisierungsschritt. Zugleich steht die regulierte Finanzwirtschaft unter strengen Anforderungen an Governance, menschliche Kontrolle, Transparenz und Auditierbarkeit. Diese betreffen nicht nur die Agenten selbst, sondern auch die verwendeten Sprachmodelle und das Hosting der Daten – und damit die Frage der Datensouveränität.
Das EU-Geldwäsche-Paket sowie steigende Erwartungen an Transparenz, Risikoanalyse und Auditfähigkeit erhöhen den Druck auf Finanzinstitute und Versicherer. Compliance-Teams müssen immer mehr strukturierte und unstrukturierte Daten auswerten: von Screening-Treffern und Transaktionshistorien bis hin zu Adverse-Media-Informationen. Das bindet Ressourcen und verschärft den Fachkräftemangel.
Klassische, regelbasierte Compliance-Systeme sorgen für konsistente Prozesse, Prüfpfade und Auditierbarkeit. Bei komplexen Zusammenhängen und großen Informationsmengen stoßen diese Systeme jedoch häufig an Grenzen. Solche Aufgaben lassen sich nur begrenzt über klassische Regeln oder starre Workflows automatisieren.
Für regulierte Institute wird Abhängigkeit von globalen Cloud- und KI-Anbietern immer mehr zum Diskussionsthema. Kontrollmöglichkeiten, Abhängigkeit von Preismodellen und Verfügbarkeit der Services veranlassen Finanzinstitute zur Überlegung, auf kleine, spezialisierte LLMs zu setzen und die Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum oder in einer nationalen oder europäischen Infrastruktur zu betreiben.
Prozesse mit hohem manuellen Aufwand, unstrukturierten Informationen und zeitintensiven Recherchen eignen sich besonders für KI-Agenten. Ein Beispiel dafür sind Adverse-Media-Prüfungen im Customer Screening. Weitere Anwendungsfelder sind AML-Abklärungsunterstützung, FIU-Reporting, Payment Screening, regulatorische Analysen oder Vollständigkeitsprüfungen.
Das Whitepaper „KI-Agenten für Compliance“ zeigt am Beispiel der Adverse-Media-Recherche, wie KI-Agenten in den ACTICO Compliance Solutions arbeiten — vom Treffer im Screening über die Prüfung der regulatorischen Relevanz bis zur dokumentierten Entscheidung des Analysten. Für eine mittelgroße Bank beziffert es das Effizienzpotenzial auf über 500.000 Euro pro Jahr.
ACTICO Compliance Solutions bilden den fachlichen und regulatorischen Kern. Sie stellen Governance, Rollen, Berechtigungen, Prüfpfade und Auditierbarkeit sicher. Innerhalb dieses Rahmens übernehmen KI-Agenten Recherchen, Analysen, die Dokumentation und die Vorbereitung von Entscheidungen. Entscheidend ist, dass Agenten innerhalb klar definierter Prozesse, Rollen- und Berechtigungskonzepte arbeiten und die finale Freigabe beim Menschen bleibt.
Hinter einem KI-Agenten steht ein Large Language Model. Es verarbeitet Sprache und Informationen. Der KI-Agent ergänzt das Modell um Aufgaben, Rollen, Berechtigungen, Prozessschritte und Kontrollmechanismen. So wird aus einem Sprachmodell ein kontrollierbarer digitaler Assistent für Compliance-Aufgaben. ACTICO ermöglicht nicht nur die Anbindung an Universalmodelle globaler Hyperscaler, sondern bietet eine KI-Architektur für den Einsatz kleiner spezialisierter LLMs innerhalb eigener Rechenzentren oder souveräner Cloud-Umgebungen. Dank ihrer Spezialisierung auf Compliance-Aufgaben können sie bis zu 100 Mal kleiner und 50 Mal kostengünstiger als Universalmodelle betrieben werden.
Welche Abwägungen dabei zwischen Kosten, Kontrolle und Datensouveränität zu treffen sind, stellt das Whitepaper ausführlich dar — einschließlich der Einordnung in den EU AI Act.
Die ACTICO Compliance Solutions stellen Schnittstellen (APIs) bereit, mit denen KI-Agenten kontrolliert in bestehende Prozesse integriert werden können. Diese Schnittstellen verbinden Compliance-Plattformen, Datenquellen, Workflow-Systeme sowie externe Recherche- und Analysesysteme.
Damit entwickeln sich ACTICO Compliance Solutions von einer Fachanwendung zu einer intelligent vernetzten regulatorischen Prozessplattform.
„Erst die kontrollierte Integration agentischer Systeme in bestehende regulatorische Prozesse, Daten, APIs und Governance-Strukturen ermöglicht moderne Agentic Compliance“,
sagt Thomas Suchy, Executive Vice President Compliance Solutions bei ACTICO
Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister stehen vor der Herausforderung, regulatorische Anforderungen schneller, effizienter und gleichzeitig kontrollierter umzusetzen. Genau darin liegt das Potenzial spezialisierter KI-Agenten in der Compliance. Die ACTICO Compliance Solutions sind die performante, in der Praxis erprobte, stabile Grundlage für Customer Screening, Payment Screening, AML-Monitoring, Fallmanagement und Reporting. Agentische Erweiterungen reduzieren den operativen Aufwand und gestalten regulatorische Prozesse effizienter.
Entscheidend ist die kontrollierte Verbindung aus regulatorischer Standardsoftware, Governance und spezialisierter agentischer Unterstützung. Die ACTICO KI-Architektur ermöglicht den Einsatz kleiner, spezialisierter und für konkrete Compliance-Anwendungsfälle optimierter LLMs innerhalb eigener Rechenzentren oder souveräner Cloud-Umgebungen.
Wie sich KI-Agenten kontrolliert in bestehende Compliance-Prozesse einbinden lassen, zeigt das Whitepaper im Detail.
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