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ACTICO baut Portfolio weiter aus: Integration von Fact stärkt Marktposition

24.10.2019|

Die Rahmenbedingungen im EU-Finanzsektor haben sich in den vergangenen Jahren enorm verschärft und zu steigenden Kosten geführt. Vor allem das langfristige Niedrigzinsumfeld drückt auf die Margen. So bewegt sich der Leitzins der Europäischen Zentralbank seit März 2016 sogar auf der Nulllinie und eine Änderung der Geldpolitik ist nicht absehbar.
Hinzu kommt ein harter Konkurrenzkampf mit FinTechs und Big Techs, die mit vollständig digitalisierten Produkte zunehmend in das traditionelle Bankengeschäft vordringen: Hochinnovative und agile Start-ups sowie internationale Technologiekonzerne wie Google, Amazon und Apple mit riesigen Kundenzahlen. Im Vergleich zu den klassischen Banken weisen die innovativen Newcomer einen hohen Automatisierungsgrad auf, was Preise und Margen sinken lässt.
Zudem lastet ein enormer Regulierungsdruck auf den Kreditinstituten. Seit der letzten globalen Finanzmarktkrise wird insbesondere der Bankensektor in der EU mit einer wahren Flut an Gesetzen und Verordnungen überzogen. All diese Faktoren haben bei den Geldhäusern längst zu sinkenden Erträge und steigenden Kosten geführt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben sind sie gezwungen, sich aus dieser Negativspirale zu befreien.
Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt in einer intelligenten Digitalisierung. Denn die Automatisierung von Prozessen und Workflows kann die Effizienz signifikant erhöhen und die Kosten senken. Dabei kommt der Automatisierung im Kreditgeschäft als einer der wichtigsten Ertragssäulen der Banken eine besondere Bedeutung zu. Bisher ist dieser Prozess meist noch von einem hohen personellen Aufwand gekennzeichnet, der viele zeitraubende manuelle Schritte von der Antragsbearbeitung bis zur Kreditentscheidung aufweist.
Die Automatisierung von Kreditentscheidungen hat viele Vorteile. Sie sorgt dafür, die Kreditsachbearbeiter von einem Großteil ihrer Routinearbeiten zu entlasten sowie Abstimmungsprozesse und lange Liege‑ und Transportzeiten von Papier-Dokumenten zu verhindern. So werden nicht nur die Durchlaufzeiten von Krediten signifikant verkürzt. Sondern es wird auch die Objektivierung, Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Kreditentscheidungen gefördert.
Wichtige Treiber dieser Entwicklung sind neue Technologien und Datenquellen. Allen voran Regelmanagementsysteme und Decision Management, Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sowie neue Informationsdienste wie PSD2 und XBRL/DiFin. Die technische Basis dafür liefern hochskalierbare Plattform-basierte Anwendungen und aufeinander abgestimmte IT‑ und Workflowsysteme. Damit sind Finanzinstitute in der Lage, komplexe Kreditvergabe- und Entscheidungsprozesse inklusive Bonitätsprüfung und Risikobewertung nahezu vollständig zu automatisieren. Unterm Strich können Investitionen in solche Systeme die Marktposition und Gewinne von Banken erheblich steigern.
Die Automatisierung von Kreditentscheidungen ist ein entscheidender Faktor, um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Durch die intelligente Kombination von Decision Management, Maschinellem Lernen und neuen Kontoinformationsdiensten lassen sich bisher aufwendige und kostspielige Prozesse weitgehend automatisieren. Die Digitalisierung im Kreditsektor macht es möglich, die Kosten erheblich zu senken, die Profitabilität zu steigern sowie den Kundenservice und die Compliance zu verbessern. So sind die Banken gut gerüstet, um im verschärften Wettbewerb auch künftig erfolgreich zu sein.
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