Anti-Geldwäsche intensivieren

Der Kampf gegen Geldwäsche hat nicht nur durch die Panama-Papers neue Brisanz erhalten. Immer wieder werden über Versäumnisse bei der Geldwäschebekämpfung und Überwachung von Sanktionsverstößen bei Banken berichtet. Die Finanzaufsicht kritisiert lasche Kontrollen und veraltete IT-Systeme und verlangt eine Verbesserung der Überwachungsmechanismen, um Risikokunden und -transaktionen zu erkennen.

Auf der Zielgeraden: Umsetzung der 4. EU Geldwäsche-Richtlinie in nationales Recht in 2017
Der Gesetzgeber hat in 2015 die Vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie und die Geldtransferverordnung verabschiedet. Bis Juni 2017 haben die EU-Staaten Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzuwandeln. Da es sich um Vorgaben mit Mindestharmonisierungs-Charakter handelt, dürfen Mitgliedstaaten auch strengere Regeln einführen. Als Reaktion auf die Panama Papers gibt es bereits jetzt konkrete Aktionspläne einzelner Staaten für ein faires internationales Steuersystem und ein effektiveres Vorgehen gegen Geldwäsche.

Neues Whitepaper:  4. EU Geldwäsche Richtlinie im Überblick und Anwendung in der Praxis
Im Whitepaper sind die wichtigsten Ansätze der neuen Richtlinie zusammengefasst. Dort erfahren Sie auch, wie sich der geforderte risikobasierte Ansatz praktisch umsetzen lässt. 
Im Kern geht es darum, die Automatisierung der Überwachungsmechanismen riesiger Daten-mengen voranzutreiben und so zu adaptieren, dass die Analyse die wirklich risikobehafteten Fälle findet und Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Herausforderungen für Unternehmen ist, die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Monitorings zu erhöhen, um Rechtssicherheit zu erlangen und dabei noch effizient und kostenbewusst zu arbeiten.