07.05.2018

ACTICO Hackathon 2018 – Tipps für einen erfolgreichen Hackathon

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Ein Hackathon ist ein sportliches und wettbewerbsorientiertes Event, bei dem der betreffende Sport “Hacking” ist. Dies beinhaltet normalerweise Software-Entwicklung, kann aber jede kreative Problemlösung sein. Das Ziel eines Hackathons ist es, neue Geschäftsideen zu entwickeln, Prototypen zu erstellen, Konzepte zu validieren oder einfach nur bestehende Probleme zu lösen. Die besten Ergebnisse erhalten Preise.

Was passiert während eines Hackathons?

Der jährliche ACTICO Hackathon ist ein zweitägiges Event, bei dem wir neue Anwendungsfälle für die ACTICO-Platform erkunden, neue Technologien ausprobieren und einige schwer lösbare Probleme angehen, denen wir in unserer täglichen Arbeit begegnen.

Der Hackathon begann an einem Freitag und endete am Samstagnachmittag. Einige der Themen, die die 13 ACTICO-Teams behandelten, waren:

  • Machine Learning
  • Cloud- / PaaS-Architekturen
  • Entscheidungsanalyse und Dashboards
  • Big Data, Event-Streaming mit Apache Kafka
  • Central Secret Management
  • DSLs und modellgetriebene Codegenerierung
  • 2D Game Development (zugegebenermaßen, ein bisschen Off-Topic für ACTICO)

Lessons Learned

Mit zunehmender Erfahrung verbessern wir unsere Hackathons. Hier sind einige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Hackathon:

1. Die Themensammlung beginnt mehrere Wochen im Voraus

Die Themen und Ideen, die von unseren Teams angegangen werden wollen, werden bereits Wochen im Voraus zusammengestellt. Eine Wiki-Seite wird verwendet, um Themenvorschläge mit einer kurzen Beschreibung, Motivation und Ziel zu sammeln. Diese Liste wird mindestens 8 Wochen im Voraus initiiert und ist für jeden sichtbar.

2. Teams organisieren sich selbst

Die Teilnehmer bei ACTICO können frei wählen, an welchem ​​Thema sie arbeiten möchten. Ein Hackathon ist eine Übung, die am besten funktioniert, wenn sich die Teilnehmer mit den Aufgabenstellungen identifizieren und davon überzeugt sind, dass sie einen wertvollen Beitrag leisten.

3. Teams sollten weder zu groß noch zu klein sein

Die Teams sollten aus mindestens 2 und höchstens 5 Teilnehmern bestehen. Durch das Minimum von 2 Teilnehmern wird sichergestellt, dass auch mindestens zwei Personen das Thema als relevant ansehen und nur relevante Themen und keine Nischenthemen bearbeitet werden. Im Gegensatz dazu fanden wir heraus, dass sich zu große Teams gegenseitig auf die Zehen treten. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Maximalgröße von 5 Teammitgliedern entschieden.

Bei interdisziplinären Teams mit Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen (Entwicklern, Marketing- und Vertriebsmitarbeitern) sind auch mehrere Teilnehmer möglich. Sollte ein Team zu groß sein, werden die Teilnehmer in zwei konkurrierende Teams aufgeteilt.

4. Einfaches Essen und Getränke

Alle Mahlzeiten und Getränke werden bereit gestellt, aber dies sollte nicht zu extravagant ausfallen. Unseren ersten Hackathon begannen wir mit einem erstklassigen Buffet, für das die Teilnehmer aber ihre Arbeit für längere Zeit unterbrechen mussten, was die meisten eher störte.

Seitdem stellen wir schnelles und einfaches Essen zu Verfügung, das die Teilnehmer –  wenn sie wollen –  sogar am Arbeitsplatz essen und weiter hacken können. Also bieten wir Pizza, Burger und Würstchen an – natürlich gibt es auch vegetarische Gerichte. Außerdem gibt es ein längeres Zeitfenster, in dem Essen verfügbar ist, so dass jeder wählen kann, wann er isst.

5. Die Gewinner werden per Abstimmung oder von einer Jury bestimmt

Nachdem alle Teams ihre Ergebnisse präsentiert haben, lassen wir alle mit nur einer Stimme (manchmal zwei) für das Siegerteam stimmen. Die Abstimmung für das eigene Team ist verboten. Diese Abstimmung funktioniert gut bei uns. Es macht Spaß, bringt alle zusammen und wird allgemein als fair betrachtet (obwohl es aufgrund der unterschiedlichen Teamgrößen nicht zu 100% fair ist).

Eine andere Möglichkeit ist es, eine Jury zu bilden, die die Entscheidung trifft. Dies ist definitiv die bessere Wahl, wenn es sich nicht um einen internen Hackathon handelt, sondern um Teilnehmer, die sich vorher nicht kannten.

6. Die Weiterverfolgung der Projekte nach dem Hackathon sollte gefördert werden

Wir konnten großartige Ergebnisse bei den Projekten erreichen, an denen auch nach dem Hackathon weiter in den einzelnen Teams gearbeitet wurde. Oft mussten nur noch kleinere Änderungen vorgenommen werden, um die Lösungen tatsächlich in die Produkte oder Lösungen von ACTICO zu integrieren. Die Energie, die der Hackathon erzeugt hat, sollte genutzt werden.

Wir halten den Hackathon für ein wertvolles Werkzeug und ein wichtiges Element der ACTICO-Kultur und -Methode. Wir werden also in Zukunft definitiv weitere Hackathons bei ACTICO machen.

Volker Großmann, CTO